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Chronik des Kleingärtnervereins Döllbach-Aue e.V.


Am 1. Februar 1941 wurde der Verein von Gartenfreunden gegründet, die durch kriegsbedingte Maßnahmen ihren Gartenverein Reisberg an der Schillerstraße aufgeben mussten. In Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel und dem damaligen Deutschen Kleingärtnerbund sowie der Stadtgruppe Kassel der Kleingärtner wurde dem Kleingärtnerverein Döllbach-Aue ein bis in die dreißiger Jahre als Ackerland genutztes Stück Land in der Größe von 1,7 ha zugeteilt.

Umgeben von Grabelandflächen, die von der Stadt Kassel verpachtet wurden, legten hier die Gründerväter ihre Kleingarten-anlage an. Es entstanden 42 Parzellen in der Größe von 180 - 400 qm. Der nahe Döllbach gab den Namen, der mit dem Zusatz „Aue“ versehen wurde. Es war seinerzeit der kleinste Gartenverein, der in das Vereinsregister eingetragen wurde.

Da wir uns in den ersten Kriegsjahren befanden, ging die Gestaltung der Anlage ( Wegebau, Umzäunung und Wasserversorgung ) nur sehr schleppend voran. Auch ein gewährtes Reichsdarlehen konnte das Problem der Materialbeschaffung nicht lösen.

So entstand unter schwersten Bedingungen der alte Teil unseres heutigen Vereinsgeländes. Die Anlage war geprägt von den Bestimmungen des Deutschen Kleingartenbundes, in denen festgelegt war, dass die Mitglieder zur Ernährung des Volkes beizutragen hatten.

Schwere Bombenangriffe auf Kassel im Jahre 1943 machten mit einem Schlag alle Mühe und Arbeit zunichte. 42 Bombentrichter wurden allein in unserem Gelände festgestellt. Luftbildaufnahmen bestätigen die schweren Schäden in unserer Anlage. Der Kleingärtnerverein Döllbach-Aue e.V. war der am schwersten getroffene Gartenverein in Kassel.

In den Jahren danach bis 1946 haben die Vereinsmitglieder in mühevoller Arbeit die Bombentrichter mit Trümmerschutt aufgefüllt, um die kleingärtnerische Nutzung wieder herzustellen. Jeder stellte sich in den Dienst der Gemeinschaft und bewies damit seine Vereinstreue, dafür gebührt allen ein besonderer Dank.

Im September 1946 wurde erstmals nach dem Krieg wieder eine Jahreshauptversammlung durchgeführt.

Die nun folgende Wiederaufbauphase bis weit in die 50er Jahre war geprägt durch die Beseitigung der schweren Schäden, die der Krieg hinterlassen hatte. Trotz großer Schwierigkeiten materieller Art wurden Wege, Zäune und die Wasserleitung innerhalb unseres Geländes sowie die Gartenlauben wieder hergerichtet. Auch wurden in dieser Zeit zerstörte Baume und Sträucher entfernt und nachgepflanzt. Die Inbetriebnahme der Wasserleitung verzögerte sich wegen der hohen Kosten bis in das Jahr 1952, denn die finanzielle Lage nach dem Krieg war alles andere als gut. Die vom Verein angelegten Sparkonten waren durch die Besatzungsmächte gesperrt. Erst Anfang der 50er Jahre wurden die Konten freigegeben, und der Verein konnte darüber verfügen. Mit diesem Geld, das aus Beiträgen der Mitglieder und der Abfindungszahlung des aufgelösten KGV Reisberg stammte, musste der Rest des vom Verein aufgenommenen Reichsdarlehens zurückgezahlt werden.

Besonders schwierig gestaltete sich der Wasseranschluss, weil dieser in einem privaten Garten außerhalb unseres Geländes lag.

Nach langen Verhandlungen des Verstandes mit dem Stadt- und Kreisverband sowie der Stadt Kassel konnte der Anschluss für den Verein kostenlos hergestellt werden. In dieser Zeit des Wiederaufbaus wurde auch ein neuer Weg entlang den Garten 1 bis 5 angelegt und die Eingänge zu diesen Gärten von der Döllbachseite entfernt. Eine Verlängerung der Wasserleitung mit 4 weiteren öffentlichen Zapfstellen errichteten die Mitglieder in Eigenleistung. Die von jedem Mitglied zu leistenden Pflichtarbeitsstunden betrugen 15 bis 20 Stunden.

Langsam kam wieder ein normales Vereinsleben in Gang. 1966 fand das 25-jährige Jubiläum statt. Hier wurde zum ersten Mai öffentlich eine Feier im Vereinslokal des KGV Rothenditmold veranstaltet. Durch den Eintritt jüngerer Gartenmitglieder in unserem Verein wurde auch das gesellschaftliche Leben mit anderen Augen gesehen, und man wagte sich 1968 an das erste Gartenfest. Noch im bescheidenen Rahmen wurde es auf der Wegkreuzung vor dem alten Gerätehaus unter einem kleinen, provisorischen Zelt gefeiert.

Aufgrund des guten Anklangs wurde beschlossen, es in den nächsten Jahren zu wiederholen. Darauf wurde von einem Garten-freund eine an unser Gelände anschließende Grabelandfläche von der Stadt zusätzlich gepachtet und als Festplatz hergerichtet. Um Kosten zu sparen, baute ein Freund aus Stahlrohren ein Zeltgestänge. Anfangs wurde dafür eine Zeltplane geliehen. Später kaufte der Verein eine Zeltplane, fertig war das Festzelt. Dies war die Geburtsstunde der bis zum heutigen Tage in Rothenditmold so beliebten Sommerfeste in der Döllbach-Aue.

Die Städtischen Werke errichteten an unserer Südgrenze ein Umspannwerk. Dies gab uns die Gelegenheit, unsere Garten-anlage an das öffentliche Stromnetz anzuschließen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung besprachen wir dies Vorhaben, es fand allgemeine Zustimmung. Die anfallenden Arbeiten konnten durch beispielhaften Einsatz aller Mitglieder durchgeführt werden.

Im gleichen Zeitraum entfernten wir die Wasserzapfstellen und legten in jede Parzelle einen Wasseranschluss. Diese Arbeiten wurden wieder unter Mithilfe aller mit Fleiß und Umsicht durchgeführt.

In den 70er Jahren plante die Stadt Kassel eine Verbindung von der Holländischen Straße zur Wolfhager Straße. Dieser Plan betraf auch uns. Es ergab sich die Möglichkeit, unser Gartengelände zu vergrößern. Nachdem wir Einblick in die Pläne hatten und uns mitgeteilt wurde, dass die im Osten und im Süden angrenzenden Grabelandflächen als Kleingärten zugeteilt werden sollten, wurde der damals amtierende Vorstand aufgefordert, an der Planung und Gestaltung mitzuwirken. In Zusammenarbeit mit dem Stadtgartenamt wurde der Plan verwirklicht. Durch diese Maßnahme wurde unser Gelände um 1,5 ha größer und um 50 Parzellen erweitert. Als erstes wurden die Grabelandflächen egalisiert, alle Lauben, Bäume und Sträucher entfernt. Das Gelände wurde in neue Parzellen eingeteilt, Wege angelegt, die vorhandene Wasserleitung erweitert und ein Anschluss in jede Gartenparzelle gelegt. Die ehemaligen Pächter des Grabe-landes erhielten die Möglichkeit, Mitglied im Verein zu werden. Dies Angebot wurde von den meisten angenommen.

Hauptweg Viele Punkte über die Gestaltung des Geländes mussten vom damaligen Vorstand mit dem Stadtgarten-amt abgesprochen werden. An dieser Stelle ein Dank an die verantwortlichen Mitarbeiter des Stadtgartenamtes für die gute Zusammenarbeit. Dieses gemeinsame Wirken hat es ermöglicht, dem Kleingärtnerverein Döllbach-Aue das Aussehen zu geben wie es Freunde und Besucher unseres Vereins heute vorfinden.

Mit dieser Vereinsvergrößerung und der Gestaltung der einzelnen Parzellen durch ihre Besitzer gingen wir in die 80er Jahre. Anerkennung für diese von uns im Detail geleistete Arbeit wurde uns im Besonderen durch den Oberbürger-meister der Stadt Kassel, Hans Eichel, zu unserer 40-jährigen Jubiläumsfeier in der Valentin-Traudt-Schule 1981 zuteil. Seinen dabei ausgesprochenen Wunsch, bei der Integrierung unserer ausländischen Mitbürger zu helfen, konnten wir erfüllen. Für die Verpachtung unserer Gärten an ausländische Familien erhielten wir 1981 vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde einen Sonderpreis.

Mit der Weiterentwicklung unseres Vereinsgeländes im Rahmen des Naherholungsgebietes Rothenditmold wurden Bänke für Erholungssuchende aufgestellt und der Spielplatz durch Aufstellen von Spielgeräten (durch Gartenfreunde gestifteten) verschönert.

GrillhütteAuf dem Festplatz wurde unser Festzelt in Ost-West-Richtung umgestellt, der Zeltboden mit Betonver-bundsteinpflaster und die Tanzfläche mit glasierten Platten befestigt sowie an der Westseite des Zeltes ein Musik-pavillon angebaut. Aus Eisenbahnschwellen und gespendeten Klinkern entstand unsere Grillhütte.

Durch diese für das gesellschaftliche Leben unseres Vereins geschaffenen Dinge wurde der Zustrom zu unseren Festen von Jahr zu Jahr größer.

Mitte der 80er Jahre wurde das Problem der Entsorgung mit Toilettenwagen immer schwieriger. Es musste einfach eine bessere Möglichkeit gefunden werden. Mit dem Bau des Parkplatzes ergab sich die Gelegenheit, einen Schmutzwasserkanal in unser Gelände zu verlegen. Damit war der Plan geboren, an dieser Stelle ein Toilettenhaus zu bauen. Nach Aussprache des Vorstandes und Genehmigung durch die Mitglieder wurde auch dieses für uns so wichtige Problem gelöst. Während die Toilettenanlage entstand, wurde der Plan geändert und an dieser Stelle, in den Jahren 1985 und 1986, unser heutiges Vereinsheim gebaut. Dies war nur durch Idealismus und viele zusätzlich und freiwillig geleistete Arbeitsstunden der Gartenfreunde möglich. Eine große Hilfe war der Zuschuss der Stadt Kassel und die Spenden der Gartenfreundinnen und Gartenfreunde. So entstand dies von Mitgliedern und Gästen gern besuchte Haus.

Infokasten In den Jahren 1986 bis 1991 konnte der Verein durch viel Fleiß und Gemeinschaftssinn die Gestaltung unseres Vereinsgeländes wesentlich verbessern. Der gesamte Eingangsbereich wurde mit viel Sinn für natürliche Schönheit umgestaltet: ein neuer, in Holz gearbeiteter Aushängekasten, ein Biotop und der Freisitz vor dem Vereinsheim. Der von den Kindern der benachbarten Wohngebiete bevorzugt besuchte Spielplatz wurde kindgerecht hergerichtet und mit modernen Spielgeräten versehen. Nach den vom Stadtgartenamt gemachten Vorschlägen und den zur Verfügung gestellten Materialien haben wir die Wege im alten Garten-gelände saniert und denen im neuen Gelände angeglichen. Unsere Gestaltung mit Ruhebänken und Blumenzonen erfreut unsere Besucher.
50-Jahre
Des Weiteren wurde auf einem Fundament, welches ebenfalls einmal als Toilettenanlage vor-gesehen war, im Jahr 1991 ein Funktionshaus erstellt, das unser Vereinsbüro und einen Küchen-trakt beinhaltet, der zu den Festen genutzt wird.

Nach einer kurzen Ruhephase der Verantwortlichen des Vereins wurde nun im Jahre 1993 eine Maß-nahme angedacht, die ebenfalls für den Verein und die Bürger dieses Stadtteils von großer Bedeutung war. Mit den zuständigen Behörden unserer Stadt sowie dem Ortsbeirat Rothenditmold, wurde nun der Beschluss gefasst, ein an unser Gelände anschließendes Grabeland der Stadt Kassel mit mehr oder weniger unansehnlichen Parzellen unserem Verein anzugliedern.

Nachdem im Frühjahr 1994 die von der Stadt Kassel geforderte Entsorgungsstation am Vereinsheim fertig gestellt war, wurden wir verstärkt in die Neugestaltung des oben genannten Geländes mit eingebunden. Hier sei dem Gartenamt der Stadt Kassel sowie dem Stadt- und Kreisverband der Kleingärtner e.V. Dank gesagt für die finanzielle Unterstützung und Erledigung wichtiger Angelegenheiten. Mit dieser Neugestaltung von 31 Gartenparzellen und einem Gerätehaus Werkstatt mit Entsorgungsstation mit Werkstatt und einer zweiten Entsorgungsstation mit Toilette ist etwas Neues entstanden, das sich von der früheren Anlagengestaltung abhebt. Im Frühjahr 1995 war es dann soweit, die Anlage ging ihrer Fertigstellung entgegen, die letzten Bäume und Sträucher wurden gepflanzt und letzte Hand an der Entsorgungsstation angelegt. Der Vereins-garten mit schönem Biotop war ebenfalls gestaltet, und im Mai weihten wir das neue Gelände ein. Auch bei der Vergabe der neuen Garten-parzellen durch den Verein wurden wieder ausländische Mitbürger berücksichtigt, so dass bis heute 22 ausländische Garten-freunde ihre kleingärtnerische Heimat bei uns gefunden haben.

Da nun unser Verein über bedeutend mehr Gärten und vor allem im Gelände über großzügige Freiflächen verfügt, mussten wir überlegen, wie und wo können wir die vielen Bänke und Sitzgruppen sowie Gerätschaften unterbringen, warten und pflegen.

RichtfestIm Jahr 1996 reifte in uns der Plan, auf dem Festplatz des Vereins ein Lager- und Betriebs-gebäude entstehen zu lassen. Gesagt-getan: Es entstand erst einmal ein Vorentwurf mit entsprechender Kosten-ermittlung. Diese sprengte natürlich unseren finanziellen Rahmen in einer Größenordnung, die für Klein-gärtner, die im Grunde genommen nur von ihren Mitgliedsbeiträgen alles bestreiten, unvorstellbar war. Trotzdem wurde die Planung und Finanzierung auf der Mitgliederversammlung am 22. Februar 1997 vor-gestellt. Zu unserer aller Überraschung und Freude wurde der Antrag auf Erstellung dieses Gebäudes mit überwältigender Mehrheit angenommen sowie über die Umlage aller Mitglieder positiv abgestimmt.
Brunnen
Ebenfalls im Jahr 1997 wurde ein Brunnen mit Überdachung fertiggestellt, mit dem das Gießwasser aus der Zisterne hoch gepumpt wird und der das harmonische Bild unseres Festplatzes abrundet.

Richtfest Nachdem nun der Bauantrag im Frühsommer 1997 eingereicht war und die Bauge-nehmigung erst im November erteilt wurde, konnten wir - bedingt durch das Wetter - erst im April 1998 mit dem Ausschachten der Fundamente beginnen, immer mit der Zielvorstellung, dass zu unserem Sommerfest im August das Außengebäude fertig ist. Hier stellt sich dem Leser dieser Chronik natürlich die Frage: Warum soll ein Lager- und Betriebsgebäude zum Sommerfest fertig gestellt sein? Ich glaube, es versteht sich von selbst, wenn man keine andere Möglichkeit hat, Feste zu feiern, dann wird eben ein Lager- und Betriebsgebäude zum Festsaal umfunktioniert.

Zum Sommerfest stand unser Gebäude und man konnte sich vorstellen wie es später einmal aussehen würde. Liebe Leser dieser Chronik: Die Pläne dieser Baumaßnahme versetzten mich am Anfang in eine ungeahnte Begeisterung. Mit dieser war es aber erst einmal vorbei, nachdem wir begonnen hatten. Rohbau der Halle Man sollte nicht meinen, was für Schwierigkeiten bei dieser Vielfalt von handwerklichen An-forderungen auf die daran beteiligten Gartenfreunde zukam. Hier hat man gesehen und gespürt, zu was Gartenfreunde der verschiedensten Berufsgruppen fähig und vor allen Dingen begeisterungsfähig sind. Wussten wir einmal nicht weiter, stand uns der Planer und Architekt Wolfgang Schäfer zu jeder Zeit zur Verfügung und hat uns Laien gezeigt, zu was wir fähig sind. Über Isolierung der Decke und Wände bis hin zur Verkleidung derselben vergingen nun noch einmal anderthalb Jahre.

Innenraum Im Mai 2000 konnten wir endlich die Einweihungsfeier für das Gebäude begehen, im Juni wurde der letzte Türrahmen eingebaut. Die Dachrinnen wurden auf der Südseite an Regentonnen und an der Nordseite an die Zisterne unter dem Brunnen angeschlossen, so das meistens ausreichend Gießwasser zur Verfügung steht.

Zum Sommerfest 2000 konnten nun alle Gartenfreunde und Gäste sich überzeugen, weich schönes und qualitativ gutes Gebäude entstanden ist.

60-Jahre Im Jahr 2001 wurde der Elektro-Verteilerschrank vor dem Garten Nr. 11 erneuert und erstmals hat der Verein einen Maibaum am Weg gegenüber der dem Festplatz aufgestellt.

Bei unserem Sommerfest feierten unsere Mitglieder zusammen mit dem Vorstand dem Festaus-schuss, mit Freude und mit Stolz das 60-jährige Vereinsjubiläum.

2002 wurde alle Laternenköpfe im "Alten Gelände" erneuert.

Der Festplatz zwischen Grillstation und Lager- u. Betriebsgebäude wurde 2004 mit Beton-Verbundstein-Pflaster (Oberseite rot eingefärbt) auf Basalt-Frostschutzsplitt neu gestaltet.

Ein Teilbereich des alten und oft geflickten 1,40 m hohen Maschendraht-Außenzaunes, im Eingangsbereich zu unserem Gartengelände, wurde in 2005 mit einem 1,60 m hohen Gitterstabmatten-Zaun erneuert.

In 2006 wurde in unserem Vereinsheim, auch öffentliche Gaststätte "Döllbachklause", endlich eine Heizung installiert. Bisher wurde zu allen Nutzungs- und Öffnungszeiten in der kalten Jahreszeit noch immer mit einem alten Ofen geheizt.

Im Gastraum wurden zwei Heizkörper montiert, in den Toilette und im Flur war je nur ein kleiner Heizkörper erforderlich. Alle Montagearbeiten wurden in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern ausgeführt. Der notwendige Flüssiggastank wurde im erforderlichen Schutzabstand auf der Wiese neben dem Gebäude aufgestellt.

Alle Bänke und Stühle im Gastraum wurden im selben Jahr von einer Fa. neu gepolstert und mit neuem Stoff bezogen.

Im Jahr 2007 wurde erstmals eine Website des Vereins ins Internet gestellt.

Der Schutzst‌reifen (Höhe der Bushaltestelle Linie 27 Gelnhäuser Straße) für den Garten Nr. 92 wurde neu gestaltet: Drei sehr hohe Bäume und viele übergroße Haselnussgewächse wurden gefällt und das sehr dicht gewachsene Unterholz wurde entfernt. Einen ganzen Tag haben wir anschließend eine Stubbenfräse eingesetzt um den Boden für die Neuanpflanzung von Stauden vorzu-bereiten. Im folgenden Jahr wurde in diesem Bereich der Maschendraht-Außenzaun auch durch einen 1,60 m hohen Gitterstab-matten-Zaun ersetzt.

Im Folgejahr haben wir den abgängigen Maschendraht-Außenzaun entlang dem Verbindungsweg zwischen Gelnhäuser Straße und Mittelfeldstraße ebenfalls durch einen 1,60 m hohen Gitterstabmatten-Zaun ersetzt.

Nachdem 2 1/2 Jahre lang kein Nachpächter für den ehemaligen Garten Nr. 50 gefunden wurde hat der Vorstand 2010 beschlossen diesen Garten aufzugeben und die Fläche der Gemeinschaftsgrünanlage zuzuscheiden. Der Garten hatte wahrscheinlich kein Interesse gefunden weil er U-förmig von Gemeinschaftswegen umschlossen war. Der alte Zaun wurde entfernt, die alte, abgängige Gartenlaube wurde abgerissen und alle Beete wurden eingeebnet. Mit der Neuanlage eines 2,20 m breiten Weges (Basaltpflaster-Randstreifen und wassergebundene Decke) durch den ehem. Garten Nr. 50 ist die Wegführung verbessert worden. Viele sind der Meinung, das durch diese Maßnahme unsere Gartenanlage in diesem Bereich aufgewertet wurde.

70-JahreIm Sommer 2011 haben wir - die Mitglieder, der Vorstand und Festausschuss - zusammen mit geladenen Gästen aus kommunaler Politik, örtlichen Geschäftsbetrieben und befreundeten Vereinen bei einem Kommersabend vor dem Sommerfest das 70-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Von den verschiedenen Darbietungen während dem 2-stündigen Unterhaltungsprogramm und von der im Anschluss dargebotenen Livemusik für Tanz und Unterhaltung waren die Gäste sehr beeindruckt.


Am Schluss der Chronik möchte der Vorstand allen Gartenfreunden, die uns finanziell unterstützten, und denen, die ihre Freizeit am Bau verbrachten, sowie in unserer Vereinsgaststätte tätig waren, recht herzlichen Dank sagen. Gleiches gilt für unseren Festausschuss, der mit seiner Arbeit zum Gelingen unserer Festlichkeit hervorragende Arbeit leistet. Denn eines sei festgestellt, ohne unser bei allen Mitgliedern und Bürgern dieses Stadtteils beliebtes Sommerfest wären die finanziellen Kraftakte zur Gestaltung und Verschönerung unserer Anlage nicht machbar gewesen.

Man sieht, dass Vereinsleben noch funktionieren kann, muss aber gleichzeitig kritisch anmerken, dass viel zu wenige Gartenfreunde daran teilnehmen.

Ein herzlicher Dank geht selbstverständlich auch an den Stadt- und Kreisverband Kassel der Kleingärtner e.V. für seine Befürwortung der Baumaßnahmen und für die finanzielle Unterstützung bei der Durchführung.

Für alle vom Verein mit großer Anstrengung und Fleiß erbrachten Leistungen wurde der Verein mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene bedacht.

Am Ende erinnern wir uns gern an die Worte unseres verstorbenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Eubel :

„Vergesst die Mühe des Alltags - erholt euch doch mal,
ihr seid recht herzlich willkommen im grünen Herz vom Döllbachtal"
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Aufgestellt:
Manfred Müller (1. Vors. von Okt 1994 bis März 2004)