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Vereinsheim (0561) 89 47 80
Gaststätte "Döllbach-Klause" (0561) 89 47 80
1. Vorsitzender, Siegfried Klatt - Mobil: (0172) 987 68 67

 
Gartenordnung des KGV Döllbach-Aue e.V.


Inhaltsverzeichnis   ( ein Klick mit der Maus führt sie direkt zum gewählten § )

A   Allgemeine Bestimmungen

B   Besondere Bestimmungen

§   1 - Zweck und Verwaltung der Anlage

§   2 - Kleingärtnerische Nutzung, Gestaltung des Gartens

§   3 - Tierhaltung

§   4 - Pflanzenschutz

§   5 - Natur- und Vogelschutz sowie Landschaftspflege

§   6 - Entsorgung der Gartenparzelle

§   7 - Errichtung von Baulichkeiten

§   8 - Einfriedungen - Abgrenzungen - Tore

§   9 - Wegeunterhaltung und -benutzung

§ 10 - Fachberatung

§ 11 - Wasser- und Stromversorgung

§ 12 - Nutzung der Gemeinschaftsanlagen und -einrichtungen

§ 13 - Allgemeine Ordnung

§ 14 - Vereinsspezifische Regelungen

§ 15 - Schlussbestimmungen



A   Allgemeine Bestimmungen

Der Kleingarten dient den Pächtern/Pächterinnen zur nicht erwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und der Erholung. Zur gärtnerischen Nutzung gehören die nicht erwerbsmäßige Gewinnung von Obst und Gemüse sowie die Bepflanzung von Gartenflächen mit Zierpflanzen. Eine gewerb-liche Nutzung der Pachtfläche ist nicht gestattet. Im Rahmen der Bewirtschaftung und Nutzung haben die Pächter aktuelle Erfordernisse des Natur- und Umweltschutzes zu beachten. Dem Vereinsvorstand obliegt es, im Rahmen seiner Aufgaben-stellung und unter Wahrung gesetzlicher und satzungs-rechtlicher Bestimmungen, dieser Vorgabe Rechnung zu tragen. Das Gemeinschaftsinteresse erfordert, dass u.a. die in der Gartenordnung festgelegten Regelungen zu beachten sind. Daher sollte für alle Beteiligten vertrauensvolle Zusammenarbeit, gegenseitige Rücksichtnahme und ordnungsgemäßes Verhalten im Rahmen der übernommenen bzw. eingegangenen Verpflichtungen selbstverständlich sein.

B   Besondere Bestimmungen


§ 1  Zweck und Verwaltung der Anlage

(1) Zum Zweck des KGV Döllbach-Aue e. V. 1941 gehört die Wahrung und Verbesserung der geänderten Zielsetzungen
     bei der Bewirtschaftung der Kleingärten besonders im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes sowie der naturnahen
     Gartengestaltung.

(2) Die Verwaltung der Anlage erfolgt durch den Vereinsvorstand auf der Grundlage geltender Rechtsnormen (Bundes-
     kleingartengesetz, Polizeiverordnungen Bebauungsplan, Pachtverträge, Satzung und Ordnungen u.a.) und einge-
     gangener Verpflichtungen.

(3) Im Interesse des Einzelnen und zum Wohle der Gemeinschaft ist daher den Weisungen des Vorstandes und der
     Vereinsvertreter, die mit bestimmten Aufgaben betraut sind, Folge zu leisten. Ihnen ist jederzeit - in begründeten
     Fällen auch bei Abwesenheit des Pächters/der Pächterin - der Zutritt zum Garten gestattet.

(4) Auflagen und Bestimmungen, die dem Verein aus dem mit dem Stadt- und Kreisverband Kassel der Kleingärtner e.V.
     (Verband) abgeschlossenen Zwischenpachtvertrag sowie im jeweils gültigen Bebauungsplan gemacht werden, sind auch
     für die einzelnen Unterpächter verbindlich.

§ 2  Kleingärtnerische Nutzung - Gestaltung des Gartens

(1) Die kleingärtnerische Nutzung umfasst - die nicht erwerbsmäßige gärtnerische Nutzung insbesondere zur Gewinnung
     von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und - die Erholungsnutzung.

(2) Die Bewirtschaftung des Kleingartens erfolgt ausschließlich vom Pächter/von der Pächterin und von seinen zum Haus-
     halt gehörenden Personen.

(3) Die Gartenfläche darf nicht mit einseitigen Kulturen, z. B. nur Rasen, Obstbäume, Ziersträucher usw. bepflanzt werden.
     Die so genannte Drittelteilung - ein Drittel Grabeland, ein Drittel für Ziersträucher/Obstbäume und ein Drittel für Laube-
     Freisitz- Rasen - ist bei der Gestaltung und Bepflanzung sowie Bestellung des Kleingartens zu beachten.

(4) Bei der Bewirtschaftung und Nutzung ist auf den Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Dies gilt besonders bei der Grenzbe-
     pflanzung. Grenznutzungen sind im gegenseitigen Einvernehmen möglich.

(5) Auf die Anpflanzung giftiger oder sonstiger gefährlicher Pflanzenarten (siehe Anhang Liste der giftigen oder sonst
     gefährlichen Pflanzenarten) ist zu verzichten. Dies gilt besonders in der Nähe von Kinderspielplätzen, Freiflächen und
     Gartenwegen. Auf die Kinderspielplatzverordnung in der jeweils gültigen Fassung wird Bezug genommen.

§ 3  Tierhaltung

(1) Die Tierhaltung in den Garten ist untersagt.

(2) In die Gartenanlage bzw. Garten mitgebrachte Tiere sind an der Leine oder in geeigneter anderer Weise zu führen, so
     dass eine Belästigung oder Gefahrdung ausgeschlossen wird. Dies gilt auch für Besucher der Anlage. Hinterlassener
     Tierkot ist vom Tierhalter zu entfernen.

(3) Streunende Hunde und Katzen dürfen in der Anlage nicht gefüttert werden.

(4) Das Aufstellen von Bienenständen bedarf der Erlaubnis des Verstandes.

§ 4  Pflanzenschutz

(1) Bei Schadbefall sind zunächst mechanische bzw. biologische Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen. Erst bei
     Erfolglosigkeit kommen andere Schutzmaßnahmen in Betracht.

(2) Führt der Pächter/ die Pächterin in seinem/ ihrem Garten eine besondere Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung durch,
     so hat er den Nachbarn/ die Nachbarin rechtzeitig zu informieren. Spritzungen sind nur an windstillen Tagen zulässig.
     Auf die Verwendung von hochkarätigen Giftspritzmitteln (z. B. Fungizide, Herbizide, Pestizide) ist grundsätzlich zum
     Wohle des Umweltschutzes zu verzichten.

(3) Die sich aus Gesetzen und polizeilichen Verordnungen ergebenden Verpflichtungen, Schädlinge und Pilzerkrankungen
     zu bekämpfen, bleiben von dieser Regelung unberührt.

§ 5  Natur- und Vogelschutz sowie Landschaftspflege

(1) Eine sinnvolle Landschaftspflege wird erreicht, wenn der Pächter/die Pächterin seinem/ihrem abwechslungsreich gestal-
     teten Kleingärten die notwendige Pflege angedeihen lässt und mithilft, im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit die Grün-
     und Pflanzflächen der Gemeinschaftsanlage zu hegen und zu pflegen.

(2) Die Wege um den Garten sind vom Pächter/von der Pächterin sauber und unkrautfrei zu halten. Die Verwendung von
     Unkrautvernichtungsmitteln ist nicht gestattet.

(3) Das Ableiten von Schmutzwasser (Spülmittel, Toilettenabflüsse, Spritzmittel u.a.) in einen Bach oder in das Erdreich ist
     verboten. Die Entnahme von Wasser aus einem Bach oder Teich mit einer Pumpe ist ebenfalls nicht gestattet.*)
     *) nur im Bedarfsfall einsetzen

(4) Der Pächter/die Pächterin soll für Nistgelegenheiten und Tränkplätze für Vögel und Nisthilfen für Insekten (z. B. für
     Wildbienen, Hummeln, Schlupfwespen, Flohrfliegen) sorgen. Im Interesse des Vogelschutzes sind Hecken aller Art nicht
     zwischen dem 01. April und 20. Juni eines Jahres zu schneiden, um die Brutphase der einzelnen Vogelarten nicht zu
     stören.

(5) Die Einrichtung eines Feuchtbiotops oder Gartenteiches ist zulässig.

     Als Richtwerte gelten:
     • bei einer Gartengröße bis 200 m² = 6 m²
     • bei einer Gartengröße bis 300 m² = 9 m²
     • bei einer Gartengröße über 300 m² = 12 m²

     Der Teich bzw. das Feuchtbiotop sind so zu sichern, dass spielende Kinder nicht zu
     Schaden kommen.

§ 6  Entsorgung der Gartenparzelle

(1) Der Einbau und die Nutzung von Spültoiletten ist nicht erlaubt. Evtl. noch vorhandene Einrichtungen sind unverzüglich
     zu entfernen. Campingtoiletten sind nur über die Entsorgungs-stationen/Gemeinschaftstoiletten des Vereins in das
     öffentliche Kanalnetz zu entleeren. Vorhandenes Brauchwasser wird zum Gießen verwandt.

(2) Vermeiden Sie Abfälle! Abfälle wie Laub, Gras, Unkraut, Abfälle von Gemüse, zerkleinerte Zweige usw. sind zu
     kompostieren. Auf die Verwendung von Torf sollte verzichtet werden. Zur Reduzierung der Müllmengen sollte im Garten
     auf die Nutzung von Einweggeschirr und -bestecken ebenso verzichtet werden wie auf Einwegflaschen. Das Verbrennen
     von Gartenabfallen ist verboten.

(3) Für die gesamte Entsorgung des Gartens ist jeder Pächter/ jede Pächterin selbst verantwortlich. Sollte der Pächter/die
     Pächterin der Verpflichtung zur Entsorgung nicht nachkommen, wird der Vorstand auf Kosten des Pächters/ der Pächterin
     das Erforderliche veranlassen.

§ 7  Errichtung von Baulichkeiten

(1) Nach geltendem Recht darf in der Dauerkleingartenanlage des Kleingärtnervereins Döllbach-Aue e. V. 1941 auf je einer
     Kleingartenpachtfläche eine ebenerdige, erdgeschossige und nicht unterkellerte Gartenlaube in einfacher Ausführung
     errichtet werden. Es gelten die bestehenden Bebauungspläne und Satzungen der Städte und Gemeinden sowie die
     Hessische Bauordnung. Der Abstand zum Nachbargarten beträgt mindestens 2,00 m. Für den Grenzabstand zur
     nächsten Katasterparzelle gilt das Hess. Nachbarschaftsrecht. Siehe auch § 14(3)

(2) Der Bau einer Gartenlaube bedarf der vorherigen Zustimmung des Vereinsvorstandes sowie der Genehmigung des
     Stadt- und Kreisverbandes Kassel der Kleingärtner e.V. Der Antrag hierfür ist schriftlich beim geschäftsführenden
     Vereinsvorstand einzureichen. Das gleiche gilt für Um- und Anbauten. Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn
     diese Zustimmungen vorliegen. Bei Nichtbeachtung kann der Vorstand den sofortigen Abriss anordnen.

(3) Der zusätzliche Anbau oder Bau von Geräteschuppen, Aborten, ortsfeste freistehende Kamine und bewegliche frei-
     stehende Kamine aus Betonfertigteilen *), Funkantennen, Satellitenschüsseln sowie fest installierte Schwimmbecken
     ist nicht zulässig. Ausnahmsweise können Kleingewächshäuser bis zu einer Größe von 5 m² Grundfläche errichtet werden.
     Da diese keiner bauaufsichtlichen Genehmigung bedürfen, kann der Vereinsvorstand bei zweck-entfremdeter Nutzung
     den sofortigen Abriss fordern.  *) eingefügt laut JHV vom 13.03.2004

(4) Die errichtete Gartenlaube soll der kleingärtnerischen Nutzung dienen und den Pächtern/Pächterinnen auch einen
     vorübergehenden Aufenthalt ermöglichen. Darunter sind kurzfristige Aufenthalte aus Anlass von Arbeiten oder
     Freizeiterholung zu verstehen. Wohnen ist nicht gestattet. Eine Feuerstelle (Ofen, Herd) innerhalb einer Gartenlaube ist
     nicht gestattet.

§ 8  Einfriedungen - Abgrenzungen - Tore

(1) Abgrenzungen jeglicher Art zwischen den einzelnen Gartenflächen zu Gartennachbarn sind nicht erforderlich. Sofern
     Abgrenzungen zwischen den Garten bestehen, dürfen die errichteten Zäune, Anpflanzungen, Palisaden etc. die Höhe
     von 1,20 m nicht über schreiten.

(2) Vorhandene Einfriedungen an den Gartenwegen/Gemeinschaftswegen sind gemäß den Weisungen des Verstandes zu
     unterhalten, zu pflegen und zu erneuern.

(3) Einfriedungen durch Hecken (Liguster. Hainbuche u. a.) sind einheitlich auf eine Höhe und Breite zu schneiden und darf
     eine Höhe von 1,20 m nicht übersteigen. Die vorgegebene Wegbreite ist einzuhalten.

§ 9  Wegeunterhaltung und -benutzung

(1) Jeder Pächter/jede Pächterin ist verpflichtet, den seinen/ ihren Garten umgebenden Weg bis zur halben Breite stets
     sauber und in einem gepflegten und begehbaren Zustand zu halten. Beim Ab- und Antransport von Erde, Dünger
     (besonders Mist) Abfälle usw. ist bei Verschmutzung der Wege für sofortige Reinigung zu sorgen.

(2) Das Abstellen, Reparieren und Waschen von Fahrzeugen und Kraftfahrzeugen in der Anlage oder im Garten sowie das
     Befahren der Wege mit motorisierten Fahrzeugen ist nicht gestattet. Das Radfahren ist nur auf den dafür vorgesehenen
     Wegen erlaubt. Das gilt nicht für Kinder bis zu sechs Jahren.

(3) Liegen Kfz-Abstellplätze innerhalb der Dauerkleingartenanlage, so ist die vom Vorstand bestimmte Anfahrt zu benutzen
     und mit angemessener Geschwindigkeit zu befahren. Das Anfahren von schweren Lasten auf den Gartenwegen ist nur
     außerhalb der Zeit des Frostaufbruchs gestattet. Verursachte Schäden sind vom Pächter/von der Pächterin zu beseitigen.
     Bei Nichtbeseitigung wird der Vereinsvorstand die festgestellten Schäden beseitigen lassen und die Kosten dem
     Verursacher/ der Verursacherin in Rechnung stellen.

§ 10  Fachberatung

(1) In Fragen der kleingärtnerischen Nutzung wird allen Pächterinnen/ Pächtern empfohlen, sich ständig weiterzubilden.
     Hierzu sind auch die fachlichen Veranstaltungen des Vereins zu nutzen. Die Termine solcher Veranstaltungen werden
     vom Vorstand im Benehmen mit dem Fachwart rechtzeitig bekannt gegeben.

(2) Bei vorhandenem Lehrgarten des Vereins wird dieser in die Fachberatung mit einbezogen. Im Lehrgarten anfallende
     Arbeiten werden nach Absprache mit dem Fachberater/der Fachberaterin im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit erledigt.

§ 11  Wasser- und Stromversorgung

(1) Es gilt die Wasser- und Stromordnung des Vereins.

(2) Die in der Kleingartenanlage verlegten Wasser- und Stromleitungen sind Gemeinschaftseinrichtungen des Vereins.
     Der Vorstand koordiniert und bestimmt Notwendigkeit undAusmaß der erforderlichen Einrichtungen.

(3) Jeder Pächter/ jede Pächterin hat dafür Sorge zu tragen, dass die vorhandenen Zählereinrichtungen funktionell
     störungsfrei arbeiten. Strom- und Wasserverbrauch sind den kleingärtnerischen Erfordernissen anzupassen. Das
     Sammeln von Regenwasser ist unerlässlich, um den Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren.

(4) Bei Gemeinschaftszapfstellen darf jeder Pächter/ jede Pächterin das künstlich zugeführte Wasser (Leitungswasser) nur
     sehr sparsam gebrauchen. Die Verwendung von Leitungswasser dieser Zapfstellen zur Bewässerung bzw. Gießen ist
     untersagt.

(5) Das vom Vorstand bekannt gegebene Abrechnungsverfahren über Verbrauch von Wasser und Strom wird anerkannt.

§ 12  Nutzung der Gemeinschaftsanlagen und -einrichtungen

(1) Die in der Kleingartenanlage liegenden Gemeinschaftsanlagen und -einrichtungen (z.B. Wege, Grünflächen, Lehrgarten,
     Kinderspielplatz, Vereinsheim, Entsorgungsstationen, Gerätehaus und -platz) sind schonend zu behandeln. Entstandene
     Schäden sind dem Vorstand des Vereins unverzüglich anzuzeigen.

§ 13  Allgemeine Ordnung

(1) Die Pächterin/ Der Pächter, ihre/ seine Angehörigen und ihre/ seine Gäste sind verpflichtet, alles zu vermeiden, was
     Ruhe, Ordnung und Sicherheit in der Kleingartenanlage stört sowie das Gemeinschaftsleben beeinträchtigt. Deshalb ist
     vor allem verboten, durch Lärm, lautes und anhaltendes Musizieren auch durch Rundfunk-, Fernseh- und Musik-
     apparate oder ähnliche Störungen den Frieden in der Kleingartenanlage zu beeinträchtigen.

(2) Die Benutzung von Hand- und Motorrasenmäher, Kettensägen, Heckenscheren, Häckslern sowie anderen geräusch-
     entwickelnden Geräten ist ganzjährig montags bis samstags nur von 7:00 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 19:00 Uhr
     erlaubt. An Sonn- und Feiertagen ist die Benutzung nicht gestattet.

(3) Der Einsatz von Laubsauggeräten aller Art ist zur Wahrung des umweltgerechten Gärtnerns und aus Gründen des
     Lärmschutzes nicht gestattet.

(4) Die Pflege und Instandhaltung der an die Kleingärten grenzenden Flächen wie Wege, Hecken, Gräben usw. obliegt der
     Pächterin/ dem Pächter, sofern nicht im Einzelfall besondere Vereinbarungen getroffen wurden. Die eigenmächtige
     Veränderung dieser Einrichtungen ist nicht erlaubt.

(5) Der Gebrauch von Schusswaffen jeglicher Art ist im Kleingärten und in der Anlage verboten.

§ 14  Vereinsspezifische Regelungen

(1) Der Vorstand wird ermächtigt, aus gesetzlichen, steuerlichen oder redaktionellen Gründen notwendig werdende
     Änderungen der Gartenordnung vorzunehmen. Die Mitglieder sind über die Änderungen unverzüglich zu unterrichten.

(2) Um naturgerechtes Gärtnern zu ermöglichen, ist auf der gepachteten Kleingartenparzelle das Anpflanzen hoch-
     stämmiger Waldbäume (z.B. Nadelbäume, Weiden, Pappeln, Birken, Ahorn, Eschen u. a.) sowie hochwachsender
     Ziersträucher nicht gestattet. Hochstämmige Obstbäume können nur dann gepflanzt werden, wenn die Gartenparzelle
     eine, ausreichende Größe hat und die Nachbarparzelle nicht beschattet wird. Als ausreichende Größe der Parzelle
     gelten 300 m² und größer.

(3) Ergänzend zu § 7 - Errichtung von Baulichkeiten - wird festgelegt, dass der Grenzabstand zur nächsten Katasterparzelle
     gem. § 6 Abs. 5 Hess. Bauordnung mindestens 3,00 m beträgt.

(4) Der Einsatz von Laubsauggeräten aller Art ist zu den unter § 13 Abs. 2 genannten Zeiten erlaubt.

§ 15  Schlussbestimmungen

(1) Die vorgenannten Ausführungen enthalten Ergänzungen zur Vereinssatzung.

(2) Bei der Feststellung von Zuwiderhandlungen kann durch den Vorstand gemäß Ziffer 3.3.2 der Vereinssatzung die
     Kündigung der Vereinsmitgliedschaft ausgesprochen werden. Mit Beendigung der Vereinsmitgliedschaft entfällt die
     Geschäftsgrundlage zwischen Verein und Mitglied, so dass zeitgleich auch das Pachtverhältnis endet.

(3) Von den Behörden (z.B. Magistrat der Stadt Kassel) werden unmittelbare Verhandlungen in Kleingartenfragen mit den
     Pächtern nicht geführt. Pächterinnen/ Pächter wenden sich in Kleingärten- und Vereinsfragen an den Vorstand.

(4) Die in der Gartenordnung enthaltenen Festlegungen erfolgen in Übereinstimmung mit dem Regierungspräsidium Kassel,
     dem Kreisausschuss des Landkreises Kassel und dem Magistrat der Stadt Kassel.

* * * * * * * * * *

Vorstehende Gartenordnung wurde in der Mitgliederversammlung am 21. Februar 1998 angenommen.

Kassel, den 21. Februar 1998

gez. Manfred Müller             gez. Marianne Kuhn
(Vorsitzender)                     (Schriftführerin)